Überlagerung durch Grautonkopien

Bildverbesserung durch Überlagerung mit entsättigten Kopien.

krasse Kontraste gemacht mit 100% Überlagerung verschieden entsättigter Kopien

Palavras 1

a câmara municipal

o palácio de justicia

as papas de flocos de aveira

puré de maças

o vaso para flores

uma videira

o cozido

a galinha para cozer

a manjedoura

forragem para gato

a bétula

a queixada

o pinheiro bravo

a macieira

a ameixeira

a laranjeira

o limoeiro

a pereira

warum? kuck hier: https://portugal.freistern.de

Gemüsebürger

Gemüsebürger

Da immer mehr analoge Rundfunksender abgeschaltet werden, habe ich der Not gehorchend heute Morgen den Deutschlandfunk um 8:29 eingeschaltet. Dort erfuhr ich als erstes, dass heute Europa endet: „Hiermit endet Europa heute“. In den Nachrichten erfuhr ich dann noch Erschreckenderes:

  1. Ein Misstrauensvotum gegen die EU-Aussteigerin Theresa May. Aha, dachte ich, deshalb endet wohl Europa.
  2. Der Straßburger Attentäter ist Franzose mit nordafrikanischen Wurzeln.

Sehr geehrte Rundfunkmacherinnen, Nachrichten sollten ja in einer eindeutig verständlichen Sprache geschrieben sein. Wie ist das jetzt zu verstehen „Franzose mit nordafrikanischen Wurzeln“? Hatte der Mann eine Packung Möhren dabei? Oder meinen Sie, dass er in Nordafrika irgendwie festgewachsen ist? Andere Medien berichteten, dass er sich in europäischen Gefängnissen sozialisieren ließ und deshalb für Attentate angeworben wurde. Wird das durch afrikanische Wurzelkost erreicht? Oder verniedlichen unsere öffentlich-geschlechtlichen Medien künftig alle Kriminellen als Gemüse, damit man sie leichter töten lassen kann?

Ihre Sprache finde ich furchtbar.

Herr U. als Judenversteher

Der Ungläubige saß betreten am Flussufer, als der Rabbi salbungsvoll auf ihn zutrat.
„Komm mir nicht so christlich!“, raunzte der Ungläubige ihn an.
„Das würde ich nie tun!“ schmunzelte der Rabbi. „Aber Dein Blick …, aber“,
das Schmunzeln des Rabbis verwandelte sich in Misstrauen., „seit wann vertraust Du Deiner Subjektivität mehr als Deinem Verstand?“
„Ein studierter Zeitgeist sagte, ich sei wohl ein Judenversteher.“
„Ah, ich verstehe“, gab der Rabbi zurück, „Dein Glaubensvolk wurde nicht vernichtet und Dir wurde die Schuld dafür angelastet.“

Herr U. erklärt sich

Der Rabbi freute sich auf den Besuch des Herrn U. Er wollte ihn fragen, wieso dieser als Ungläubiger einen Rabbi aufsuchte. Die Antwort enttäuschte ihn. Herr U. sagte: Solange Gottesprediger keine Macht über Menschen ausüben könnten, seien sie ganz erträglich.

Subjektive Wahrheit

Spring

Herr U.  warf dem Rabbi vor, er sei der Illusion verfallen, es gebe etwas objektiv Wahres. „Das empfinde ich nicht so. Wie kommst Du darauf?“, gab der Rabbi zurück. Nun erhärtete der Freund seine These, der Rabbi wage Vorhersagen so, als sei er gewiss, sie würden auch eintreten. Der Rabbi schmunzelte. „Ich sah einmal einen Schwimmer auf einer Klippe. Er wollte hinunterspringen. Ich empfahl ihm auf das Hochwasser zu warten, sonst könne er seine Gesundheit ruinieren. Der Schwimmer sagte zu mir, er sehe das anders, und starb.“

Lechts und rinks leichen sich die Hand

Die Eroberung der Deutungshoheit in einer Gesellschaft wird von Linken und Rechten unterschiedlich betrieben. Die politische Rechte hält die Familie, also das private Leben, als Ursprung des Gesellschaftlichen. Verkürzt könnten wir sagen, sie hält das Private für die Urkraft des Politischen. Die Armen haben danach einen Reichtum an Kindern, die sie für sich arbeiten lassen können. Die reichen Familien können die armen Kinder bezahlen und sind damit die natürlichen Führungseliten für alle. Die Linke stellt dann fest: Die Verhältnisse sind ungerecht zwischen den Privaten verteilt. Die Reichen beherrschen die Armen und die Armen kommen nicht aus ihrer Armut heraus. Aus dieser Beobachtung leitet die Linke ab: Die Armen müssen sich zusammentun und sich gemeinsam gegen die Reichen auflehnen. Die Reichen sollen ihnen mehr abgeben.

Seit jeher versuchten die Reichen, die Wut der Armen abzulenken auf ausgesuchte Personengruppen. Man nennt die Technik, mit der sie das machen, Propaganda. Zunächst richtete sich Propaganda gegen reiche Juden. Das ist die Basistechnologie der Propaganda: Einen gesellschaftlichen Popanz, der für das Ganze steht. Diejenigen, die privat genug haben, entledigen sich dadurch einer Konkurrenz, denn die klugen und die reichen Juden können es sich leisten auszuwandern. Die übrigen wollte man in Deutschland mit industriellen Techniken auslöschen. Diese Politik erledigen für die Reichen die rechten politischen Gruppen, die deswegen von den Reichen Spenden bekommen.

Heute betrachten die Reichen die These, dass die Armen nicht aus ihrer Armut heraus kommen können, als widerlegt. Sie nennen Beispiele, in denen auch Arme reich werden. Ihre Antwort lautet heute: Ihr müsst Euch nur richtig selbständig machen, dann werdet Ihr auch so reich wie die anderen. Die richtige Selbständigkeit ist das Kleinunternehmertum. Jetzt haben wir ein überwiegend verarmtes Kleinunternehmertum. Wenn Du arm bleibst, dann hast Du etwas falsch gemacht. Sogar viele Drogensüchtige oder Linksradikale können in das reiche Lager wechseln. Sie müssen nur als Programmierer für die Reichen arbeiten. Auch die Linken haben ihre Führungseliten herausgearbeitet. Die lassen sich leicht einkaufen und umprogrammieren. Wer sich nicht umprogrammieren lässt, ist selber schuld und wird in die Armut zurück geschickt.

Die Strategie, dass sich die Reichen ein paar Linke eingekauft haben, war sehr erfolgreich. In den 80er Jahren versuchte sich ein sozialdemokratischer Stratege. Er sah in der Gesellschaft viele verschiedene Interessengruppen, die sich auf den Schollen der Gesellschaft tummeln. Die Linke müsse diese Gruppen auf ihren Schollen abholen. Dies führte dazu, dass sich Schollenkapitäne von der Neuen Sozialen Marktwirtschaft abfangen ließen und fortan populistische Parolen entwickelten. Innerhalb der linken unter den linken Schollen wurden diese Personen zu Hassfiguren. Seitdem begab sich eine sozialdemokratische Strategin auf die Spur, den Markenkern der Sozialdemokratie wieder zu finden. Die Linke versucht jetzt ein eigenes Schollenjagdprofil zu finden und fischt alles ein, was bei Grünen und Sozialdemokratie auf der Strecke blieb: von Pazifisten bis Windenergiegegner.

Die reichen ProgrammiererInnen dürfen trotz überdurchschnittlichen Wohlstands Linke bleiben, denn auch bei der Linken hat die These, das Private sei das eigentlich Politische, viele AnhängerInnen gewonnen. Das ist sehr hübsch, denn so können sie sich darum streiten, ob sie Fleisch essen dürfen, Hausfrauenpanzer fahren dürfen oder mit dem Flugzeug verreisen dürfen. Darüber wacht dann die Wohngemeinschaft. Diejenigen Linken, die trotzdem noch glauben, dass man die Menschen auch mit ihrer Wohnung erschlagen könne, gründen Wohn-, Arbeits- oder Selbsthilfeprojekte. Dazu betreiben sie dann solidarische Kleinunternehmen. Die besserdoppelverdienenden Ohne-SUV-Linken können das dann verhement kritisieren, indem sie sagen, dass die AlternativlerInnen ja damit nur das System stabilisieren. Das tut freilich ein verbeamteter Lehrer nicht, denn der lässt sich vom Staat bezahlen, statt sich der Anarchie des Marktes hinzugeben.

Die Rechte hat also die Deutungshoheit über den allgemeinen gesellschaftlichen Trend übernommen. Sie ist den Geldanarchisten so weit entgegen gekommen, dass das Horten von Geld allgemein mit einem Negativzins bestraft wird. Alle Geldbesitzende werden gezwungen, sich ein Betätigungsfeld auszusuchen. Die können die Linken, die sich in die innere Emigration zurück gezogen haben, nicht nutzen. Denn sie wollen ja den Staat zurück, um die Verhältnisse in der Gesellschaft zu beherrschen statt sie zu verändern. Schade eigentlich!

Kommunalpolitische Lage in Dithmarschen

veröffentlicht in Gegenwind Nr. 358, Juli 2018, Seite 35:

Reinhard Pohls Kommentar zur Kommunalwahl im letzten Heft lässt sich vielleicht in einem Satz grob zusammenfassen: „Gegen die Union ist in Dithmarschen wohl nichts zu machen.“

Da wäre dann die Frage, wer überhaupt etwas und mit welchen Mitteln macht. Bündnis90/Die Grünen arbeitet weiter fleißig am Abbau der Altmitglieder. Mehrmals haben einzelne Grüne zum Beispiel in Meldorf oder im Eiderland versucht, lokale Initiativen zu starten. Die lokalen Barden haben es aber immer wieder verstanden, dies zu unterbinden. So gibt es eine Führungsklique und der von außen zugewanderte Mitgliederanstieg wird erfolgreich bekämpft. Die Mitgliedschaft wird mit Ministergedöns bei Deichplaudereien in Strandkörben benebelt. So glänzte Herr Habeck mit der Weisheit, der Hamburger Hafenschlick würde in der Nordsee dort liegen bleiben, wo die Hamburger ihn verklappen.

Im Gegenzug sind seit Jahrzehnten freie Wählerinitiativen in Dithmarschen erfolgreich, die sich gegen die großen Volksparteien wehren. Sie haben es satt, in die bundes- oder landespolitischen Bissigkeiten der Kanzlerparteien reingezogen zu werden. Solche Initiativen sind immer wieder erfolgreich, wie zuletzt die Windenergie-Initiativen. Man mag zur Windenergie eine andere Meinung haben wie deren Vertreter, aber sie tragen Fakten vor, sie versuchen es nicht wie der neue braune Sumpf mit Faktenverdrehungen und Diffamierungen. Deshalb versuchen die Kanzlerparteien auf solche Initiativen zuzugehen. Das macht das Leben in dieser Region sehr angenehm: Wer mit sachlich vorgetragenen Ideen an die Lokalpolitik herantritt, hat gute Chancen Gehör zu finden. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das trifft auch auf die vorher kritisierten Grünen zu.

Die Linke versucht sich nun an diese Wind-Gruppe anzuhängen. Mal schauen, ob die Linke es auch versteht, von selber außerparlamentarische Initiative zu ergreifen. Ihre Staatsfixiertheit wirkt manchmal recht drollig. Sie fordert den Mietwohnungsbau zu unterstützen- eigene Initiative? Fehlanzeige! Es gibt in Dithmarschen ein Projekt des autonomen Mietshäusersyndikats. Das Verständnis dafür hat sich noch nicht bis zur Linken in Heide herumgesprochen. Es ist wohl nicht staatsfixiert genug, sich selbst zu helfen. Wenigstens den strategischen Leerstand vor Ort könnte eine solche Partei thematisieren. Fehlanzeige! Im Wahlkampf Zettelchen verteilen und die Weltrevolution herbeiwählen lassen, das ist die Strategie. Da wird Die Linke wohl bald Bahnsteigkarten verkaufen müssen.

Die Bundeswehr wäre in Dithmarschen ein Thema für eine pazifistische Partei. Ein riesieger Teil des Naturschutzgebietes wird von der Bundswehr besetzt, der Wehrtechnischen Dienststelle 71. Es werden Munition und Sprengstoffe im Weltnaturerbe erprobt. Grüne wie auch die Ökoverbände eiern herum, wenn ich sie nach ihrer Einschätzung frage. Na klar, denn die Bundeswehr zahlt für den Küstenschutz, erkauft sich also grüne Zustimmung mit ihrem wehrtechnischen Einsatz zum Schutz der Bodenbrüter. Den Dithmarscher Linken sind die Wehmachtsdrohnen im Nachbarkreis als Thema wichtiger als die Sprengstofftests vor Ort. Und, so hörte ich empörte Linke, die Tiefflieger würde ja sogar über der Kreisstadt Heide kreisen. Wir dürfen vermutlich darauf warten, bis die Linke diese Kreisstadt zum Weltnaturerbe erklärt, schließlich trägt sie den Namen eines kargen Landschaftstyps.

Somit haben nur bürgerliche Themen-Initiativen wie die Windkraftgegner ein außerparlamentarisches Spielbein, die Kleinparteien sind keine Alternative. Die großen Parteien sorgen für eine offene uns gesprächsbereite Verwaltung und bieten die landesweit effektivste Bauverwaltung. Das kommt an bei den Leuten, nüchternes Kalkül hat Vorfahrt.

  1. Meldorf für Einsteiger
  2. Echt klein Meldorf
  3. Ist Schier. Jetzt ist er hier.
  4. Boyens Zeitung lesen in Meldorf
  5. Das weiß hier* jeder – in Meldorf
  6. Die Kirche im Dorf
  7. Boyens Zeitung lesen in Meldorf
  8. Moin ist mehr