Wir müssen Meldorf aufwerten

Wir dürfen Meldorf nicht abwerten, sondern Wir müssen Meldorf aufwerten!
Einwände gegen den Bebauungsplan 62 der Stadt Meldorf

Blick vom Meldorfer Hafen Der neue Bebauungsplan 62 für den Alten Meldorfer Hafen sieht vor, das Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen in ein reines Gewerbegebiet umzu­wandeln. Das bedeutet für die Anlieger, die in der Hafenchaussee und im Alten Meldorfer Hafen wohnen, viele Nachteile:

  • Verkehr, Geruchs- und Lärmbelästigungen werden in dem Gebiet zunehmen. Denn in einem Gewerbegebiet muss niemand auf Anwohner Rücksicht nehmen.
  • Wird ein besonders lautes oder schmutziges Unternehmen angesiedelt, dann werden die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Alten Meldorfer Hafen vertrieben.
  • Die Häuser verlieren an Wert, Gewerbegrundstücke sind billiger, ohne dass ein Ausgleich vorgenommen wird. Für Grundstücke mit Wohnhäusern werden in Meldorf 50 Euro angenommen, für Gewerbegrund­stücke 15 Euro.
  • Die Anlieger der Hafenchaussee und ihrer Nebenstraßen werden eine höhere Belästigung erfahren.
  • Bei der Hauptwindrichtung wird der zusätzliche Lärm durch die ganze Stadt getragen.
  • Der Alte Meldorfer Hafen ist das Meldorfer Tor zu dem einzigartigen Naturschauspiel des Speicherkoogs und des Weltnaturerbes Wattenmeer.
  • Die Gefahr, dass Speicherkoog und Naturpark durch Emissionen von Gewerbebetrieben beeinträchtigt werden, steigt erheblich, insbesondere weil mehrere Miele-Arme durch das Gebiet fließen.

Als Gewerbegebiet ungeeignet:
Alternativen prüfen! Gutachten erstellen!

Diese Vorlage des Bauausschusses für den Bebauungsplan 62 weist Meldorf die falsche Richtung. Wir werten Meldorf insgesamt ab, wenn wir dort besonders emissions­trächtige Unternehmen ansiedeln. Und genau das ist die Folge der Umwidmung. Ein Konzept, das in eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige Zukunft weist, muss die Lage des Alten Meldorfer Hafens als Riesen-Chance für völlig neue, umweltgerechte Gewerbebetriebe entdecken. Die Stadt hätte deshalb vorher alternative Lösungen in Betracht ziehen und prüfen müssen. Dies muss sie unbedingt nachholen. Bis vor 40 Jahren hatte das Gebiet einen Verkehrsanschluss, nämlich den Hafen. Heute liegt das Gebiet in der größtmöglichen Entfernung von einer Bundesstraße. Es ist als Gewerbegebiet völlig ungeeignet.

Im Alten Meldorfer Hafen, dem Meldorfer Tor zum einzigartigen Speicherkoog

In Richtung Westen also in Richtung Speicherkoog und Welt-Natur-Erbe Watten-Meer sollte sich Meldorf sowohl für das Wohnen als auch für die Ansiedlung eines touristisch-kulturellen Gewerbes einsetzen. Genau das kann auch ein Mischgebiet leisten. Der Bebauungsplan muss nicht geändert werden. Unternehmen, die besonders laut sind oder andere Gefahren für die Umwelt bedeuten, sollten an einer der Bundesstraßen angesiedelt werden, auch wenn dies nicht auf Meldorfer Gebiet, sondern in einer Nachbargemeinde geschieht.

Download der Einwände als PDF mit Unterschriftenliste

One Reply to “Wir müssen Meldorf aufwerten”

  1. Dass dort eine Betonbrechanlage vom neuen Eigner der Papierfabrik gebaut werden soll, wurde bereits bei einer Anhörung verkündet. Aber auch der bereits ansässige Unternehmer will eine Betonbrechanlage bauen. Er befährt die Zufahrtstraßen mit schwerem Gerät, für die die Zufahrtstraßen nicht zulässig sind. Tieflader und so.

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