Bildsprache der 50er Jahre

gedenkplatzWie immer erfreut es den Promulgatoriker, wenn wir nur aus Bildern erfahren, was wir tun dürfen und was nicht. Wir befinden uns auf einem größeren Gelände, auf dem wir der toten Krieger gedenken sollen. Aus dem runden Schwung eines Fernsehbildschirms der frühen Jahre schließen wir, dass es sich hier um ein prachtvolles Exemplar der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts handelt. Gut erhalten, alle Achtung!

Wir lesen das Bild von links nach rechts. Ein echter Soldat erhebt nicht die Hände, sondern stirbt. Deswegen darf die Jugend nicht mit erhobenen Händen durch den Matsch waten. Hunde dürfen nicht nach Fußbällen schnappen. Hunde müssen vor 60 Jahren seltsame Übungen gemacht haben, heute schnappen sie nach Radfahrern. Die Radfahrer dürfen angesichts der im Felde getöteten Helden nicht durch Pfützen radeln. Interessant ist hier, dass man seinerzeit noch ohne eine deklamatorische Farbgebung auskam wie in anderen bereits besprochenen Beispielen der Gegenwart.

hannes

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