Geno macht den Unterschied

Macht das denn einen Unterschied, ob Sie das Wohnprojekt als Genossenschaft oder als Eigentum aufbauen? Ja, das macht einen Unterschied. In einem Wohnprojekt will eine Gruppe Gleichgesinnter zusmmen wohnen und engeren Kontakt pflegen als in Nachbarschaften üblich.

Geldbeutel als Teil der Gesinnung

Für Wohnprojekte in Eigentum hat sich inzwischen herausgebildet, dass Projektgesellschaften auf eigenen Grundstücken Eigentumswohnungen planen und dann die Gleichgesinnten suchen. Die Auswahl der Gleichgesinnten ist freilich auf die Gruppe derer beschränkt, die genug Geld haben, pro Quadratmeter ein paar Hunderter mehr als üblich für den schwierigen Planungsprozess zu bezahlen. Kann sich der Käufer die Raten zwei Jahre später nicht mehr leisten, bricht die Solidarität der Eigentümer zusammen: Wer arm wird, muss sich aus der Gruppe der Gleichgesinnten wieder verabschieden. Im Extremfall gehören die einzelnen Wohnungen der Bank.

Eigene Leistung als Gesinnungsmerkmal

In einem genossenschaftlichen Projekt rauft sich eine Gruppe Gleichgesinnter zunächst zusammen. Finden sich weitere Gleichgesinnte, können sie andocken. Der Besitz von Geld oder ein hohes Einkommen müssen nicht vorausgesetzt werden. Das Prinzip der sozialen Gleichheit war bei den ersten Projekten auch typisch. Ist der Platz im genossenschaftlichen Wohnprojekt knapp, gibt es eine Warteliste oder man plant ein zweites Projekt nach ähnlichem Muster.
Ausscheiden muss ein Bewohner nur dann aus dem Projekt und der Gruppe, wenn das seinem eigenen Willen und Wollen entspricht. Wenn auf der anderen Seite Wohnungen leer stehen, dann muss sich die Gruppe fragen, was sie falsch macht. Denn offenbar möchte sich niemand der Gruppe mehr anschließen.

Christian

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