Sep
17
2011
Wir machen einen klenen Suchmaschinentest. Die Sucheingabe lautet “Ladenfläche Meldorf”. Wir erhalten unter den ersten zehn Ergebnissen zunächst einmal die üblichen Immobilienportale, von denen zwei etwas zu bieten haben – die Marktführer immonet.de und immobilienscout24.de Allerdings sind in diesen Portalen keine brauchbaren Suchergebnisse aus der Meldorfer Gehstraße zu finden. So weit so schade, denn die Dithmarscher Perlenkette Von Marne bis Heide hätte viel mehr Beachtung verdient.
Nun gibt es in der Wirklichkeit viele freie Läden in Meldorf. Und die Stadt hätte nun wrklich neue Mieter verdient. Nun ist allerdings Google nicht der alleinige Bösewicht, der eine geschäftliche Belebung verhindert. Auch bing.com oder Meta-Suchmaschinen wie metager.de versagen. Nach Weblage allerdings scheint Meldorf so gut wie ausgebucht zu sein …
Und jetzt eine Überraschung: Dieser kleine Blog-Artikel über “Ladenfläche Meldorf” steht fünf Stunden nach seinem Erscheinen auf Platz 5 der Suchergebnisse. Einen Link mit immerhin 7 attraktiven Ladenangeboten in der Meldorfer Gehstraße finden Google & Co. unter den ersten 120 Ergebnissen allerdings nicht (Stand:17. September 2011.) Das Content Management System, das wir verwenden, ist einfach, preiswert und leicht zu bedienen. Es ist die Blogger-Software WordPress. Und wie wir an diesem kleinen Beispiel sehen: Wir werden gefunden.
Mai
06
2011
Die neue Webseite http://christianefeist.com war noch gar nicht frei geschaltet, da hatte schon ein eifriger Web-User den Blog entdeckt und kommentiert. Christiane Feist hat ein Thema vorbereitet, das so interessant und brennend aktuell ist, dass es praktisch überfällig auf dem Markt der inoffiziellen Nachrichten ist. So kann’s einem gehen, und es ist ein schönes Beispiel für die Wirkung aktiver Informations-Arbeit im Web.
Das Geheimnis, das dahinter steckt, ist ganz leicht aufzulösen. Die Bau-Ing. bekommt einen Auftrag und arbeitet daran. In diesem Moment sieht sie nur alle Schwierigkeiten, die in dem Auftrag verborgen liegen. Sie merkt gar nicht, wie viele Menschen sich genau das wünschen, was sie dort zeichnet: Gewerbe zu Wohnraum. Erst in dem Moment, in dem sie ein paar Zeilen zu diesem Thema in ihren Blog stellt, hat sie die Chance zu entdecken, welchen Trumpf sie mit ihrer Arbeit in der Hand hält. Unmittelbarer kann Marktanalyse nicht sein. Besser kann Marktbeobachtung nicht funktionieren.
Jetzt mag man an jedem Blog viele 1000 Schönheitsfehler entdecken. Dem einen sind die Bilder zu groß, dem anderen die Sätze zu klein. Es ist egal! Was wirklich zählt, ist das, was man tut. Es gilt das Motto: “Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten.” Und der einzige Fehler, den man nicht tun darf ist der Fehler, nichts zu tun. DEshalb also: Ran an den Blog, Leute!
Feb
04
2011
Klassische PR in sozialen Medien umzusetzen, ist grundsätzlich sehr einfach. Als positives Beispiel stellen wir die israelische Botschaft in Deutschland vor: Link zum Blog
In der Regel finden wir die aktuellen Themen der Botschaft als journalistischen Bericht vor. Die Fakten werden in ihrer nachprüfbaren Form dargelegt, wie wir es von einer optimalen Presse-Erklärung erwarten. Auf diese Weise dient sie den Nutzerinnen und Nutzern des Blogs optimal, um selbst die Quelle zu studieren, die Medienberichten zu Grunde liegt. Voraussetzung dafür ist eine aktive Presse-Arbeit, die sich zu Themenvielfalt und lebendiger Selbstdarstellung bekennt. Das ist offenbar bei der israelischen Botschaft in Deutschland der Fall, hier werden sogar die Arbeits-Stellen in der PR-Abteilung im Blog ausgeschrieben. Das zeugt von einer informationellen Aufgeschlossenheit, die zumindest in unserem Land selten zu finden ist.

Bilder nützen der Aufmerksamkeit bei FB
Die Schlagzeilen werden in Twitter, facebook und StudiVZ verbreitet, Videos werden über YouTube abgerufen. Für diesen Zweck ist es beim Bloggen notwendig, jedem Artikel eine spezifische Description und einen treffenden Title-Tag hinzuzufügen. Sonst können die Kurzfassungen auf FaceBook, StudiVZ oder bei YouTube schnell einmal zu Missverständnisse führen: Was für die Rede des Ministerpräsidenten ein gelungener, weil reißerischer erster Satz ist, kann als Teaser für die Nachricht bei FaceBook zur spontanen Skepsis führen. Und damit muss die PR bei den Freundinnen und Freunden in Facebook einfach rechnen: Was sich auf der (Bildschirm)-Oberfläche Freund oder Fan nennt, kann auch ebenso gut der skeptische Zeitgenosse sein, der sich keineswegs oberflächlich informieren möchte. Schließlich lassen sich die wenigsten User von der postmodernen Euphemismenmanie des amerikanischen Marketings leiten.
Text muss, Bild soll, Video kann
Ohne Text geht es in einem Blog kaum, denn die wenigsten Fotos erklären sich von selbst. Nur Fotografen, die mit der Qualität von Bildern überzeugen wollen, können sich vielfach mit Bildern begnügen. Filme sind in einem solchen Blog allerdings nicht zwingend erforderlich, die meisten Filme auf dieser Welt sind nur wenig informative Zeitfresser. Sie passen dann eher zu Sport- oder Tourismus-Themen, die die Israelische Botschaft zum Beispiel auf FaceBook zusätzlich verlinkt. Durch diese Mischung – mal ein touristischen Hinweis auf Tel Aviv, mal ein ernster Beitrag zur Revolte in Ägypten – schafft es die Botschaft spielerisch, die Aufmerksamkeit auf ernste Themen zu ziehen. Eine Freundschaft zu Israel auf FaceBook zeigt dem Leser, wie sensibel eine gute PR die Klaviatur aller journalistischen Ressorts in den sozialen Medien spielen kann.
Feb
02
2011

Spaß im Internet: absurde Werbung
Manche Anzeigen im Internet sind sehr verwunderlich. Da wirbt Amazon mit dem Text: “Riesenauswahl: Was Hilft Wirklich & mehr. Jetzt versandkostenfrei bestellen!” Angeboten wird dann unter anderem Umapuri Grüner Tee Extrakt. Aber auch der Beurer Bauchmuskeltrainer ist dabei. Soll man wirklich solche Anzeigen schalten? Das widerspricht doch allen Hymnen, die die neuen Webmedien hochloben! Man könne doch in den sozialen Netzwerken doch ganz wunderbar hochspezifische Zielgruppen aufspüren, und dann bombardieren uns die wirklich großen und erfolgreichen Unternehmen mit absurden Unsinnsanzeigen. Nun das darf man einfach nicht so ernst nehmen. Schließlich hat das Internet seine ganz spezifischen Unterhaltungswert. Schauen wir uns einfach diejenigen an, die gute Informationen gestalten, betrachten deren Werbung und ziehen unsere Schlüsse daraus.
Selbstvermarktung

In diesem Bildauschnitt wird die perfekte Umsetzung des Ziels deutlich.
Ein echter Klassiker sind die Nachdenkseiten. Sie bieten im Querschnitt tagesaktueller Themen kritische Kommentare und Analysen an. Selbst aufmerksame Medienbeobachter staunen immer wieder: Man muss nicht die supertollen Insiderkenntnisse haben, um wirkungsvolle Gegenrecherchen anzustellen. Das vorhandene, im Internet gespeicherte Wissen genügt, um weit verbreitete Irrtümer aktueller Info-Hypes als verzerrte Fakten zu erkennen. In die Navigationsspalte setzen die Blogger Anzeigen für ihre Bücher, Medienauftritte oder Termine für ihre Gemeinde. Beworben wird das Ganze in Twitter, Facebook und delicious. Diese Strategie kann man all denjenigen empfehlen, die wirklich etwas zu ihrem Thema zu sagen haben. Das kann ein Coach oder Trainer sein, ein Journalist oder eine Steuerberaterin. Immer wer dicht an seinem Thema dran ist, wirbt mit seinen sachlich vorgetragenen Inhalten in eigener Sache und verlinkt jeden neuen Beitrag in jenem sozialen Netzwerk, das ihm am meisten neue Kundschaft bringt.