Tag Archive 'Public Relations'

Aug 24 2011

Dialogannahme

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Ein wundervolles Mittel zu mehr Bürgernähe ist die Annahme des Dialogs. Nimmt der Bürger das Angebot der Politik an, geht es ganz einfach: Sie fahren in die Anlage ein und werden behandelt. Hinterher klappern sie nicht mehr, die Einspritzung funktioniert wieder reibungslos, Sie ziehen voll mit.

Angenommen der Dialog ...

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Jun 15 2011

Von Tischgesprächen und Schäferhunden

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Es ist schon ein seltsam Ding, Hitlers O-Töne zu lesen. Die Tischgespräche. Darf man Zitate aus dem Zusammenhang reißen? Wenn keiner da ist, darf man: “Es ist ein eiskaltes Vernunftproblem: Wer ist fähig zu führen? Wer auszuführen? Beide sind absolut notwendig zur Erhaltung des Ganzen. Wer zum Führen die Fähigkeit bewiesen hat, bekommt die Autorität. In keiner Stelle darf die Autorität bei dem liegen, der nicht führen kann. Praktisch gibt es ja doch bei jedem auf der einen Seite Überordnung, auf der anderen Seite Unterordnung.” Die Sätze sind kurz und einfach. Sie könnten bei dpa stehen. Oder in einem Kommentar. Und es könnte fast sein, dass sie losgelöst vom Kontext Hitler Unterrichtsstoff in meinem humanistischen Gymnasium zu Lübeck waren. Gruselt’s mich deshalb so?

Bildung statt Ethik
Jajaja, da ist ja durchaus viel von dem Stoff der humanistischen Bildung vorhanden. Immer wieder diese Frage: Warum musste die Antike untergehen? Das erinnert an die Mantelsacks meiner Tage. Und dann das: “Eine Fliege legt Millionen Eier, die alle vergehen, aber: die Fliegen bleiben.” Das ist Logik dass es eine Art hat. Ach hätten wir doch Logik gelernt in der Schule, dann hätte sogar Franz-Josef Strauß gewusst: Man kann so viele Ratten und Schmeißfliegen töten wie man schafft, aber: die Fliegen bleiben. Summen einfach weiter.

Cosima Strauß’ Kommentar
Wie würde das heute inszeniert, also die Frage mit den Fliegen? Würde er einen Kommentar von Cosima Strauß in BLA bekommen? “Lieber Adolf Hitler, einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Buch mit Deinen Tischgesprächen. In Dir haben wir einen geistigen Bruder. Mit Deinen Fliegen ist es wie mit Deinen Schäferhunden: sie bleiben. Sogar bei Dir, obwohl Du nach ihnen schlägst. Doch sollst Du nicht jähzornig nach ihnen schlagen. Mäßige Dich, denn schließllich wollen wir Dich als einen gütigen Führer Deiner Schäferhunde ehren. Mach ein paar Tage Urlaub. Deine Cosima Strauß!” Das sind dieselben kurzen Sätze, *grusel* Ich schreibe selbst solche Sätze. *grusel* Ich denke solche Sätze. *grusel* Ich denke, aber das bin ich nicht. Und wenn ich jetzt darüber lache, weiche ich dann einfach aus?

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Mrz 15 2011

Grüße von Samsung

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Markenwerbung wird immer skurriler, und immer mehr fallen drauf rein. Kürzlich bekam ich eine Nachricht mit dem Gruß “Grüße Von Samsung-Tablet” Da hatte der Markenifetischist vergessen, seinen Namen drunter zu schreiben, aber zum Ausgleich das Wörtchen ‘gesendet’ gelöscht. Lustig möchte man meinen, aber in Wirklichkeit steckt dahinter, dass die Penetration durch Werbung immer tiefer in das private Leben eindringen soll. Wer weiterhin Mails von den Trägern der Markenwerbung erhalten will, muss künftig auch alle möglichen Junk-Mails einzeln heraussuchen und kann nicht mehr auf seinen Junk-Filter vertrauen. Ein Schölm wer Schlöchtes dabei döchte.
Auch wenn ich Gefahr laufe, mich selbst als notorischen Schlimmfinder zu denunzieren: Ich finde es schlimmdumm. Es gibt so viele Inhalte, die Industrie und Werbung mitteilen müssten. Zum Beispiel dass Raffinerien braucht, wer Benzin und Heizöl kaufen will. Oder Windparks müssen sich wuschwusch bewegen, wenn man Strom verbrauchen will. Aber darüber reden wir nicht, sondern wuschwusch: Ich grüße Euch mit Samsung.

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Feb 04 2011

Blog & klassische PR: die israelische Botschaft

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Klassische PR in sozialen Medien umzusetzen, ist grundsätzlich sehr einfach. Als positives Beispiel stellen wir die israelische Botschaft in Deutschland vor: Link zum Blog

Gute PR auf Grundlage guter Presse-ArbeitIn der Regel finden wir die aktuellen Themen der Botschaft als journalistischen Bericht vor. Die Fakten werden in ihrer nachprüfbaren Form dargelegt, wie wir es von einer optimalen Presse-Erklärung erwarten. Auf diese Weise dient sie den Nutzerinnen und Nutzern des Blogs optimal, um selbst die Quelle zu studieren, die Medienberichten zu Grunde liegt. Voraussetzung dafür ist eine aktive Presse-Arbeit, die sich zu Themenvielfalt und lebendiger Selbstdarstellung bekennt. Das ist offenbar bei der israelischen Botschaft in Deutschland der Fall, hier werden sogar die Arbeits-Stellen in der PR-Abteilung im Blog ausgeschrieben. Das zeugt von einer informationellen Aufgeschlossenheit, die zumindest in unserem Land selten zu finden ist.

Bilder nützen der Aufmerksamkeit bei FB

Bilder nützen der Aufmerksamkeit bei FB

Die Schlagzeilen werden in Twitter, facebook und StudiVZ verbreitet, Videos werden über YouTube abgerufen. Für diesen Zweck ist es beim Bloggen notwendig, jedem Artikel eine spezifische Description und einen treffenden Title-Tag hinzuzufügen. Sonst können die Kurzfassungen auf FaceBook, StudiVZ oder bei YouTube schnell einmal zu Missverständnisse führen: Was für die Rede des Ministerpräsidenten ein gelungener, weil reißerischer erster Satz ist, kann als Teaser für die Nachricht bei FaceBook zur spontanen Skepsis führen. Und damit muss die PR bei den Freundinnen und Freunden in Facebook einfach rechnen: Was sich auf der (Bildschirm)-Oberfläche Freund oder Fan nennt, kann auch ebenso gut der skeptische Zeitgenosse sein, der sich keineswegs oberflächlich informieren möchte. Schließlich lassen sich die wenigsten User von der postmodernen Euphemismenmanie des amerikanischen Marketings leiten.

Text muss, Bild soll, Video kann

Ohne Text geht es in einem Blog kaum, denn die wenigsten Fotos erklären sich von selbst. Nur Fotografen, die mit der Qualität von Bildern überzeugen wollen, können sich vielfach mit Bildern begnügen. Filme sind in einem solchen Blog allerdings nicht zwingend erforderlich, die meisten Filme auf dieser Welt sind nur wenig informative Zeitfresser. Sie passen dann eher zu Sport- oder Tourismus-Themen, die die Israelische Botschaft zum Beispiel auf FaceBook zusätzlich verlinkt. Durch diese Mischung – mal ein touristischen Hinweis auf Tel Aviv, mal ein ernster Beitrag zur Revolte in Ägypten – schafft es die Botschaft spielerisch, die Aufmerksamkeit auf ernste Themen zu ziehen. Eine Freundschaft zu Israel auf FaceBook zeigt dem Leser, wie sensibel eine gute PR die Klaviatur aller journalistischen Ressorts in den sozialen Medien spielen kann.

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