Aug 24 2011
Archive for the 'Fotos' Category
Aug 23 2011
Neues aus Schildistan
Für unsere beliebten Reihe ‘Ein Bild spinnt mehr als tausend Wörter…” haben wir in diesem Sommer eine besonders schöne Beute gemacht. Den ersten Preis bekommt der Küstenort Wackerballig an der Geltinger Bucht:
Bei jedem Schild kommt es auf den Kontext an:
Wir müssen wohl kaum hinzufügen, dass dieses Schild an die Wand eines Restaurants geschraubt ist.
Wir sehen: Auch Schilder, Handwagen und Segler haben das Recht auf ein angemessenes Ambiente. Das letzte Zeugnis hervorragender deutscher Schild-Kultur in Wackerballig erscheint wie ein früher didaktischer Versuch Verbote in Gebotsästhetik zu betten.
Seglerliegeplätze scheinen für den ambitionierten Promulgarologen erstaunlich ergiebige Orte zu sein:
Nicht radeln, nicht angeln in Kappeln. O.K. nicht sonderlich preiswürdig, dafür hier ein Beleg dafür, wie schwer es der es der Promulgariker hat, bürokratischen Begriffen positiv und knapp aufn Schild zu bannen:
Preiswürdiger allerdings erschien uns das folgende Beispiel, den Verkehr in Rendsburg zu illustrieren:
“Balancieren Sie stets ein Auto auf dem Kopf, wenn Sie stufenlos nach rechts abwanden.” Welch eine Poesie auf einem deutschen Schild! Eindeutig: zweiter Platz.
Das Satruper Kulturzentrum lebt vom Würstchen, es gibt in der Nähe auch einen Werksverkauf, der Besuch lohnt sich. Damit das kulturelle Gesamtgefüge in Satrup sich nicht allzu geordnet ausnimmt, hat die Gemeinde auch einen Umweltpreis bekommen. Wozu das viele Gerede? Nun, wir wollten Euch ein wenig auf die Folter spannen, wer den dritten Platz errungen hat: ein einfacher Bürger aus Kappeln in Angeln:
Glückwunsch!
Aug 22 2011
Logo-Kult und eine Gegenwehr
“Das Logo!” in kommerziellem Umfeld ist allein dieser Satzteil ein Toidesurteil für jede Idee. Denn man kann damit alles verbinden und nichts, deshalb ist allein das Wort geeignet, jegliches Handeln eines Unternehmens zu lähmen. Jetzt verpixelt die taz für eine Weile die Sportler im Paket ‘Leibesübungen’. (Liebe Logo-Anbeter, keine Angst: nur für vierzehn Tage!)
Die zuständigen Werbeagenturen haben diesen Medien-Event schon vorgedacht. Sie haben Logos, die trotz aggressivster Verpixelung noch durchscheinen, wie das links stehende Bild belegt. Oder ahnst Du etwa nicht, wer hinter dem verpixelten Bild steckt?
Egal! Das verpixelte Logo macht deutlich: Die Grafiker, die für diese Agentur gearbeitet haben, waren noch nicht konsequent genug, Konsequenter war nur die Deutsche Telekom. Sie hat sich auf eine Farbe beschränkt. Ihr Logo wird eines Tages nur noch aus einem Farbfleck bestehen. Erkannt, nicht wahr? ![]()
Ein einzelnes Pixelchen genügt also, um alles über einen Konzern auszudrücken. Das ist die geniale Kunst der Logo-Entwicklung. Man muss diesem unverpixelbaren Pixel dann nur noch das Unverwechselbare geben. Genau das ist es, was den Telekom-Leuten gelungen ist.
Was bedeutet dies für alle die vielen kleinen Krauter, die Tage, Wochen, ja manchmal sogar Monate damit verbringen, ihr eigenes Logo zu entwickeln? Nimm ein einfaches handelübliches Logo eines mittelständischen Unternehmens, skaliere es auf ein quadratisches Außenmaß und wende ein Filter zur Verpixelung an. Das sieht dann aus, wie auf der Grafik links. 
Das wird viele Menschen, die allerlei Mühe aufwenden, ihre Logos zu entwickeln, nicht befriedigen. Sie können sich in einer weich gespülten Variante auf die Zukunft hinzubewegen: Alle zehn Jahre einen Verpixelungsschritt nach vorn. Oder Du musst die Strategie vollständig ändern. Du lässt einfach kein Logo mehr entwickeln, sondern Du entscheidest Dich für ein Wappen (Familienunternehmen), einen Wimpel (Verein) oder ein Siegel. Welch ungeahnte Möglichkeiten für die Werbung – nur nicht im Printmedium.
Jan 18 2011
Postmoderne
Es gibt moderne Architektur, die macht mich einfach depressiv. Zum Beispiel an trüben Januartagen. Es wird nicht hell, es wird trotzdem früh dunkel. Den ganzen Tag nichts als tief hängender Nebel. Es ist ja noch nicht einmal kalt, man könnte ja! Und dann blickst Du abends auf postmoderne Architektur.

Links ein früher Sargdeckel und rechts regelrechtes Sargdeckelbarock. Wie war es doch im vorigen Jahrhundert? Es gab eine Phase der Aufklärung, es gab Reformarchitektur, Moderne und Bauhaus, aber dann kam die Retrobewegung. Wer wagt es da noch zu behaupten, Geschichte wiederhole sich nicht.
Klassischer Sargdeckel
Hier haben wir zur Analyse der ganzen Farce den klassischen Sargdeckel ein bisschen genauer herausgestellt. Wie bei den alten Giebelhäusern wird erst in der sechsten Etage gedeckelt (heute: Chefetage). Im Erdgeschoss des Hauses sind heute die Garagentore zu sehen, im Mittelalter protzte man an dieser Stelle noch mit seinen Schreibern und Buchhaltern im Kontor. Diese werden heute lieblos in den Speichergeschossen gestapelt. Im Hintergrund sehen wir wieder das freudige postmoderne Rumgeoper mit Orgelpfeifen, Kirchtürmen und Pickelgauben. In der Mitte ein angedeckelter Neubau mit Gewächshausoptik.


Jan 14 2011
Spezialisten am Werk
Während die REWE-Leute in der Fischauktionshalle über ihre Jahresziele 2011 tagen, spielt sich in Dock 11 der Hamburger Blohm & Voss Werft etwas ganz Besonderes ab:
Die AUDACIA im Dock ist schon mal sehr speziell: Das ist ein Pipelineleger, dafür hat das Schiff eine Art Eiffelturm als Galionsfigur. Dann das Ganze Meeresungetüm bei Nebel, auch schön. Und zu guter Letzt kriegt diese Attraktion, die man als Anrainer schon seit November bewundern darf Besuch von einem Schwimmkran der HHLA. Mehr Hamburg geht nicht.
Sep 29 2009
Hamburger Märkte
Jul 29 2009













