<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>christian sternberg &#187; Allgemeines</title>
	<atom:link href="http://www.freistern.de/category/allgemeines/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.freistern.de</link>
	<description>fischmarktbuch, onlineredaktion, text, recherche, social marketing and more</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Dec 2011 13:14:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Freie Bahn für Dithmarschen</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/11/freie-bahn-fur-dithmarschen/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/11/freie-bahn-fur-dithmarschen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 14:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=635</guid>
		<description><![CDATA[Die Landesweite Verkehrsgesellschaft (LVS), die den Öffentlichen Personennahverkehr für Schleswig-Holstein organisiert, will den Südwesten des Landes weiter abhängen: Die Fahrzeiten von Meldorf, Marne oder Brunsbüttel nach Hamburg sollen erneut verlängert werden. Sie wird damit einen weiteren aktiven politischen Beitrag zur Verödung der Region leisten. Diese Information hat freistern.de in den letzten sechs Monaten der LVS [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesweite Verkehrsgesellschaft (LVS), die den Öffentlichen Personennahverkehr für Schleswig-Holstein organisiert, will den Südwesten des Landes weiter abhängen: Die Fahrzeiten von Meldorf, Marne oder Brunsbüttel nach Hamburg sollen erneut verlängert werden. Sie wird damit einen weiteren aktiven politischen Beitrag zur Verödung der Region leisten.<br />
Diese Information hat freistern.de in den letzten sechs Monaten der LVS Krümel für Krümel aus der Nase gezogen. Jetzt wenden wir uns mit einer öffentlichen Petition an die geneigten Leserinnen und Leser.<br />
Und hier kann man unterzeichnen:<br />
<script type="text/javascript" src="http://openpetition.de/widget/petition/freie-bahn-fuer-dithmarschen"></script></p>
<p><strong>Die Forderung: Ab 2015 halten alle Regionalexpresszüge zwischen Itzehoe und Heide auf den vier Unterwegsbahnhöfen Wilster, Burg (Dith.), St. Michaelisdonn und Meldorf.</strong></p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-645" title="QR_Bahn_klein" src="http://www.freistern.de/wp-content/QR_Bahn_klein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Begründung: Das Land plant ab 2015 eine weitere Verschlechterung des Bahnverkehrs in Dithmarschen: nur noch Bummelzüge bis Hamburg!<br />
Unsere Forderung hat folgende Vorteile:<br />
* Das Land spart ein paar Millionen für den Extra-Bummelzug zwischen Itzehoe und Heide.<br />
* Die Fahrzeiten werden für alle berechenbarer.<br />
* Kein Ferienort an der Westküste wird durch die Fahrpläne benachteiligt.</p>
<p><strong>Downloads:<br />
<a href="http://www.freistern.de/wp-content/Forderung_Schiene_LVS.pdf">Unterschriftenlisten könnt Ihr hier als PDF Downloaden.</a><br />
<a title="QR_Code_FreieBahn downloaden" href="http://www.freistern.de/wp-content/QR_Bahn.png"> QR Code für Freie Bahn downloaden</a><br />
<a href="http://www.freistern.de/wp-content/FreieBahnDith_PM001.pdf">Pressemitteilung Nr. 1 downloaden</a><br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.freistern.de/wp-content/brucke_of.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-654" title="brucke_of" src="http://www.freistern.de/wp-content/brucke_of-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/11/freie-bahn-fur-dithmarschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lieber fragen statt sich zu sonnen, liebe taz</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/11/lieber-fragen-statt-sich-zu-sonnen-liebe-taz/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/11/lieber-fragen-statt-sich-zu-sonnen-liebe-taz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 14:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=682</guid>
		<description><![CDATA[Die taz sonnt sich: denn sie hat veröffentlicht, wie die Atom-Lobby PR für Laufzeitverlängerung gemacht hat. Die Berichte seien so wichtig gewesen, damit man genau durchleuchten kann, wie so etwas funktioniert. So ein Kommentar von Rainer Metzger. Die Frage müsste aber ganz anders lauten: Warum schlafen die Journalisten und stellen nicht die Fragen, die auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die taz sonnt sich: denn sie hat veröffentlicht, wie die Atom-Lobby PR für Laufzeitverlängerung gemacht hat. Die Berichte seien so wichtig gewesen, damit man genau durchleuchten kann, wie so etwas funktioniert. <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=a1&amp;dig=2011%2F10%2F29%2Fa0131&amp;cHash=08ca224833">So ein Kommentar von Rainer Metzger</a>.</p>
<p>Die Frage müsste aber ganz anders lauten: Warum schlafen die Journalisten und stellen nicht die Fragen, die auf der Hand liegen. Die Krisen unseres Wirtschaftssystems beruhen auf normalen Marktvorgängen: In den USA sollten die Banken Eigenheime finanzieren. Um sich abzusichern, erfanden die Banken neue Wertpapiere. Trotzdem geht eine Bank pleite. Jetzt macht allerorten eine Erklärung die Runde: Die Gier sei an allem Schuld.</p>
<p>Auf den Börsen der Welt werden Nahrungsmittel auf Termin gehandelt. Das haben die Farmer vor Jahrzehnten erfunden, um mich sicheren Preisen kalkulieren zu können. Heute erfreuen sich auch die verarbeitenden Konzerne darüber, um ihre Einkaufspreise mittelfristig planen zu können. Damit Angebot und Nachfrage sich zu jeder Jahreszeit ausgleichen können, treten Arbitrageure und Spekulanten auf den Markt. Das dient der Sicherheit der Kalkulation. Von Gier keine Spur, ganz normaler Brauch an freien Märkten.</p>
<p>Die Entwicklungspolitik hat die armen Länder von der bäuerlichen Landwirtschaft weggeführt, damit sie ihre Vorteile an den Weltmärkten besser ausnutzen können &#8211; so die reine Lehre der Marktwirtschaft. Jetzt müssen diese Menschen ihren Weizen an den Börsen der Welt kaufen. Die Preise sind ihnen zu hoch. Von Gier keine Spur. Ganz normale Vorgänge an ganz normalen Märkten.</p>
<p>Kein Journalist, auch die taz nicht, hat je die Frage gestellt, wer  diese blödsinnige Erklärung von der Gier, die grassiere, erfunden hat und dafür eine PR-Kampagne macht. Freilich weiß auch der Autor dieser Krittelei nicht, wer für diesen unwissenschaftlichen Unsinn verantwortlich ist. Aber einen Vorteil davon hätten die Welt-Religionen Islam, Christentum oder der stets kichernde Dalai Lama, es nützt ihrer Propaganda für das Unwissen auf dieser Welt.</p>
<p>Die Recherche wäre einfach: Medien-Kommentare und Sonntags-Reden analysieren und Rednererinnnen und Kommentatoren fragen, wie sie auf die Gier kamen, mit der sie sich doch alle einig sind. So kommt man der PR auf die Spur.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/11/lieber-fragen-statt-sich-zu-sonnen-liebe-taz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Evolutionsvorteil Milch</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/07/evolutionsvorteil-milch/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/07/evolutionsvorteil-milch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 10:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Altersheim]]></category>
		<category><![CDATA[Milch]]></category>
		<category><![CDATA[Panzer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=555</guid>
		<description><![CDATA[Wie viele High-Tech-Panzer will die deutsche Industrie ans Mittelalter liefern? Nach Saudi Arabien, in ein Land, in dem Frauen noch nicht einmal am Lenkrad eines Autos sitzen dürfen? Leute, wir brauchen endlich positive Nachrichten! Sonst drehen die Bösmenschen noch vollends durch. Hier ist eine: Liebe Leserin, lieber Leser, Du kannst für 120 Euro im Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viele High-Tech-Panzer will die deutsche Industrie ans Mittelalter liefern? Nach Saudi Arabien, in ein Land, in dem Frauen noch nicht einmal am Lenkrad eines Autos sitzen dürfen? Leute, wir brauchen endlich positive Nachrichten! Sonst drehen die Bösmenschen noch vollends durch. Hier ist eine: Liebe Leserin, lieber Leser, Du kannst für 120 Euro im Jahr eine Patenschaft für eine Milchkuh übernehmen! Die ausgelaugte und abgemolkene Kuh wird dann nicht getötet und verwertet, sondern sie darf im Kuhaltersheim alt werden: Die <a href="http://www.animals-angels.de/Patenschaftsprojekt-Kuhaltersheim,888.html">Animals Angels</a> machen&#8217;s möglich. Schlappe 156 Millionen Euromoneten und alle bayrischen Kühe dieser Welt hätten Ruhe. </p>
<p><strong>Vorteil in der Evolution</strong><br />
Natürlich darf dann auch der Hinweis nicht fehlen, dass der Mensch das einzige Erdentier sei, das als Erwachsener Milch verzehrt. Das sei, so aktive Trennköstler, der endgültige Beweis dafür, dass Milch ungesund sei. Denn was unsere Vorfahren in der Evolution nicht mögen, kann ja nur von übel sein. <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000515405798">Mein Freund Jan</a> überlegte und entgegnete diesem endgültigen Argument grüblerisch: &#8220;Nun ja, ich kann mir auch schlecht vorstellen, wie ein Igel eine Kuh melken würde.&#8221; In diesem einen Satz stecken zwei Überlegungen: Erstens naschen auch Igel Milch, und zweitens hat bösmensch den Igel verführt. War die Milch dann vielleicht doch ein Evolutionsvorteil, den der Mensch mal wieder gnadenlos ausgenutzt hat?</p>
<p><strong>Gerettete KZ-Hühner von Fuchs gefressen</strong><br />
So ein bisschen erinnert das Kuh-Altersheim an die Geschichte der geretteten Hühner. Die BewohnerInnen einer hessischen Kommune hatten Legehennen vor dem sicheren Schlachttod gerettet. Auf ihrem großzügigen Waldgrundstück hatten sie den neuen gackernden Kommunardinnen sogar einen Unterstand gebaut. Irgendwie bekam dann der Fuchs Wind von der ganzen Sache. Und noch während man sich im Plenum darum stritt, ob es sittsam sei, das Gelände der befreiten Hühner einzufrieden, erledigte der Fuchs das Problem auf seine Art. Maulstreichartig sozusagen. Man mag sich ja trefflich streiten, ob man seine Evolutionsvorteils schamlos ausnutzen darf, aber Panzer an die Saudis zu verkaufen ist unanständig, und Milch kann man auch <a href="http://www.demeter.de/zusatzmenu/aktuell/newseinzelsicht/die-richtige-milch-machts/117c608466cbea664559b270ed7f4546/?tx_ttnews[backPid]=1639"> anständig produzieren</a>. Das wäre dann wieder eine gute Nachricht nach der schlechten, die in der guten sich versteckte &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/07/evolutionsvorteil-milch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neusprech? Schwatz allerorten!</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/06/541/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/06/541/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 21:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Praxisentwicklung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=541</guid>
		<description><![CDATA[Die Landesweite Verkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein LVS zähle ich inzwischen zu meinen besonderen institutionellen Freunden. Damit die Hamburger vier Minuten schneller nach Sylt fahren können und nicht zu oft in Dithmarschen halten müssen, lassen sie eigens einen Bummelzug von Itzehoe nach Heide juckeln. Das kostet ein paar Millionen extra, aber was tut man nicht alles, um seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesweite Verkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein LVS zähle ich inzwischen zu meinen besonderen institutionellen Freunden. Damit die Hamburger vier Minuten schneller nach Sylt fahren können und nicht zu oft in Dithmarschen halten müssen, lassen sie eigens einen Bummelzug von Itzehoe nach Heide juckeln. Das kostet ein paar Millionen extra, aber was tut man nicht alles, um seine nachbarschaftlichen Vorurteile gegen die Hinterwäldler an der südlichen Westküste zu pflegen? Na und jetzt verraten sie mir auch noch in ihrem Kundendialog, dass sie künftig einen ihrer Bummelzüge in &#8216;Metropolexpress&#8217; umtaufen wollen. Ihr Schelme, setzt Euch bloß schnell Eure Tarnkappen auf, sonst wird man Euch als geborene Nachfolger des <a href="http://1.2.3.13/bmi/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f5/EULENSP1.jpg/403px-EULENSP1.jpg">prominenten Kneitlingers</a> enttarnen!</p>
<p><strong>Mr. Dada spricht</strong><br />
Aber auch die Hamburger können ganz tolle neue Wörter erfinden. So entwickelte man an der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften HAW das Zentrum für Praxisentwicklung ZEPRA. Nicht schlecht, denkt Specht, aber was ist das: Praxisentwicklung? Gedacht, gefragt! Aber offenbar wissen die angewandten Schaftler selber nicht, was das ist. Denn auf die naive Anfrage antwortet der angesprochene Kommunikator mit der Gegenfrage, auf welcher Grundlage ich denn fragte. Nun es fragte der Unwissende den Wissenden nach dem Wort, das der Wissende erfand. Der kritische Zeitgenosse möge jetzt nicht dem Irrtume verfallen, es handele sich um Neusprech. Nein hier sind die Tanten des Dilles am Werk, sie wollen zwar herrschen, aber können nur spielen. Sie reden nur Schwatz. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/06/541/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Tischgesprächen und Schäferhunden</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/06/von-tischgesprachen-und-schaferhunden/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/06/von-tischgesprachen-und-schaferhunden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 20:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensborn]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=534</guid>
		<description><![CDATA[Es ist schon ein seltsam Ding, Hitlers O-Töne zu lesen. Die Tischgespräche. Darf man Zitate aus dem Zusammenhang reißen? Wenn keiner da ist, darf man: &#8220;Es ist ein eiskaltes Vernunftproblem: Wer ist fähig zu führen? Wer auszuführen? Beide sind absolut notwendig zur Erhaltung des Ganzen. Wer zum Führen die Fähigkeit bewiesen hat, bekommt die Autorität. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon ein seltsam Ding, Hitlers O-Töne zu lesen. Die Tischgespräche. Darf man Zitate aus dem Zusammenhang reißen? Wenn keiner da ist, darf man: &#8220;Es ist ein eiskaltes Vernunftproblem: Wer ist fähig zu führen? Wer auszuführen? Beide sind absolut notwendig zur Erhaltung des Ganzen. Wer zum Führen die Fähigkeit bewiesen hat, bekommt die Autorität. In keiner Stelle darf die Autorität bei dem liegen, der nicht führen kann. Praktisch gibt es ja doch bei jedem auf der einen Seite Überordnung, auf der anderen Seite Unterordnung.&#8221; Die Sätze sind kurz und einfach. Sie könnten bei dpa stehen. Oder in einem Kommentar. Und es könnte fast sein, dass sie losgelöst vom Kontext Hitler Unterrichtsstoff in meinem humanistischen Gymnasium zu Lübeck waren. Gruselt&#8217;s mich deshalb so?</p>
<p><strong>Bildung statt Ethik</strong><br />
Jajaja, da ist ja durchaus viel von dem Stoff der humanistischen Bildung vorhanden. Immer wieder diese Frage: Warum musste die Antike untergehen? Das erinnert an die Mantelsacks meiner Tage. Und dann das: &#8220;Eine Fliege legt Millionen Eier, die alle vergehen, aber: die Fliegen bleiben.&#8221; Das ist Logik dass es eine Art hat. Ach hätten wir doch Logik gelernt in der Schule, dann hätte sogar Franz-Josef Strauß gewusst: Man kann so viele Ratten und Schmeißfliegen töten wie man schafft, aber: die Fliegen bleiben. Summen einfach weiter. </p>
<p><strong>Cosima Strauß&#8217; Kommentar</strong><br />
Wie würde das heute inszeniert, also die Frage mit den Fliegen? Würde er einen Kommentar von Cosima Strauß in BLA bekommen? &#8220;Lieber Adolf Hitler, einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Buch mit Deinen Tischgesprächen. In Dir haben wir einen geistigen Bruder. Mit Deinen Fliegen ist es wie mit Deinen Schäferhunden: sie bleiben. Sogar bei Dir, obwohl Du nach ihnen schlägst. Doch sollst Du nicht jähzornig nach ihnen schlagen. Mäßige Dich, denn schließllich wollen wir Dich als einen gütigen Führer Deiner Schäferhunde ehren. Mach ein paar Tage Urlaub. Deine Cosima Strauß!&#8221; Das sind dieselben kurzen Sätze, *grusel* Ich schreibe selbst solche Sätze. *grusel* Ich denke solche Sätze. *grusel* Ich denke, aber das bin ich nicht. Und wenn ich jetzt darüber lache, weiche ich dann einfach aus?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/06/von-tischgesprachen-und-schaferhunden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Zauberformel gegen Lokführer Lukas</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/06/die-zauberformel-gegen-den-bosen-lokfuhrer-lukas/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/06/die-zauberformel-gegen-den-bosen-lokfuhrer-lukas/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 15:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnprojekt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=525</guid>
		<description><![CDATA[Eine Ideologie ist ein Lehrgebäude, das die Welt erklärt und immer richtig ist. Die Schweizer Vontobelstiftung, die ansonsten für Gerontologieforschung zuständig ist, veröffentlicht gern derlei Ideologie-Schriften. Sie sehen aus wie Diplom-Arbeiten in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Innern reiten sie allerdings so rasant durchs Thema wie ein BILD-Reporter auf der geheimen Hochzeitsreise öffentlicher Flittchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Ideologie ist ein Lehrgebäude, das die Welt erklärt und immer richtig ist. Die Schweizer <a href="http://www.vontobel-stiftung.ch/">Vontobelstiftung</a>, die ansonsten für Gerontologieforschung zuständig ist, veröffentlicht gern derlei Ideologie-Schriften. Sie sehen aus wie Diplom-Arbeiten in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Innern reiten sie allerdings so rasant durchs Thema wie ein BILD-Reporter auf der geheimen Hochzeitsreise öffentlicher Flittchen. </p>
<p><strong>Konservativ wie Karl Marx</strong><br />
Ein traulich ideologisches Beispiel ist der Essay &#8220;Geldsozialismus&#8221; eines privatisierenden Ex-Managers. Er will uns auf 75 Seiten das Dilemma der Weltwirtschaft erklären, und das tut er in jeder Hinsicht blendend: Er blendet so ziemlich alles aus, das zum gegenwärtigen Zustand der Weltwirtschaft beigetragen hat, und beschränkt sich auf die Quantitätstheorie des Geldes, mit der schon Karl Marx die Binnenwährungen des Sowjetsystems vorbereitet hat.<br />
Nach der Theorie stellt man zunächst einmal fest, wie viele Güter es in Lummerland gibt und was sie kosten. Sagen wir der Einfachheit halber: 1000 Güter pro Jahr werden verkauft und haben als Preis einen Lummertaler. Jetzt kursiert in Lummerland aber nur eine Geldmenge von 20 Lummertalern. Also wird in dem Jahr jeder Lummertaler 50 Mal benutzt. Wenn Lokführer Lukas nun aus zehn Kohlen 20 neue Lummertaler macht, also die Geldmenge verdoppelt, dann verdoppeln sich auch alle Preise. Das ist die Zauberformel. Diese Formel ist gleichzeitig sehr schön, weil immer auch der Schuldige am Elend benannt werden kann: Lukas der Lokomotivführer! Um dieses Modell in die komplexe Wirklichkeit der Vontobelstiftung zu übersetzen, vewende man die Vokabeln Güter gleich Bruttosozialprodukt, Preis gleich Preisniveau und Lukas gleich Staat. Nichts weiter!</p>
<p><strong>Vontobel-Autor sagt Staatssozialismus voraus</strong><br />
Alles Übel dieser Welt können wir einfach wieder abschütteln, indem wir einfach den Goldstandard wieder einführen. Dazu müsste man lediglich den Währungshüter verpflichten, jeden Euro in x Gramm Gold umzutauschen. So wie vor 1914, da glänzte alles schön gold. Später habe Lukas nur noch Schulden für Kriege oder für die Bestechung des Volkes mit Wohltaten gemacht. Jetzt, so der Autor der Vontobelstiftung, schliddert die ganze Welt in einen tragischen Konflikt: Entweder droht uns das Schicksal einer kommunistischen Zwangswirtschaft oder wir kehren zurück zum Paradies des 19. Jahrhunderts. Dem Leser sei geraten, sein Geld weder <a href="http://www.vontobel.com/">Vontobel</a> noch irgend einer anderen Bank anzuvertrauen. Wir empfehlen statt dessen Direktinvestitionen in <a href="http://frischebauern.de">selbstverwaltete Wohnprojekte</a>. Dann wird aus all der Tragik wieder ein Freudenfest. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/06/die-zauberformel-gegen-den-bosen-lokfuhrer-lukas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die kalkulierten Missverständnisse</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/06/die-kalkulierten-missverstandnisse/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/06/die-kalkulierten-missverstandnisse/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 12:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=505</guid>
		<description><![CDATA[Begegnungen mit der Vergangenheit sind schon verflixt seltsam. Plötzlich steht so ein ewiger Stasispitzel vor Deiner Nase und Du spürst es im ersten Moment: &#8220;Da sind sie wieder!&#8221; Sie sind alle auf die gleiche unspektakuläre Art gleichgerichtet, dass es einem gruselt. Irgendwo ist ein Knopf, und wenn Du den drückst, dann singen sie die alten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Begegnungen mit der Vergangenheit sind schon verflixt seltsam. Plötzlich steht so ein ewiger Stasispitzel vor Deiner Nase und Du spürst es im ersten Moment: &#8220;Da sind sie wieder!&#8221; Sie sind alle auf die gleiche unspektakuläre Art gleichgerichtet, dass es einem gruselt. Irgendwo ist ein Knopf, und wenn Du den drückst, dann singen sie die alten Lieder. Du bist wie geblitztdingst. Zurückgebeamt. Und wenn einem solche Leute noch ernsthaft sagen: Die Menschen in dieser Gesellschaft müssen geführt werden, dann ist das Fazit kurz: Nie wieder!</p>
<p>Es ist gut zu wissen, was man nicht will. Punkt.</p>
<p><strong>Noch &#8216;ne Gebetsmühle</strong></p>
<p>Kurze Zeit später die Neuauflage einer ebenfalls beerdigten Debatte. Peter Singer, der ewige Utilitarist, der die Formel gefunden, nach der man weiß, was man töten darf und was nicht: Personen darf man nicht töten, alles andere darf man schon irgendwie. Zu den Personen können auch Affen oder Meerschweinchen gehören, aussortieren darf man in einzelnen Fällen auch schon mal Menschen. In der Frage, wo die Person beginnt, soll sich Peter Singer in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben. 1989 war ihm schon ein Baby mit Retinopathia Pigmentosa zu wenig Person, bis einige dieser Un-Personen gegen ihn demonstrierten. Seine Reaktion war zweigleisig: Zum einen war ihm klar, dass er in Deutschland mundtot gemacht wird. Zum anderen begann er flammende Plädoyers zu verfassen, damit der Staat den armen schwachen Behinderten hülfe. Auch dagegen protestieren jetzt die <a href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,26830/ticket,g_a_s_t?utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter">starken Behinderten</a>, statt dem herzensguten Peter Singer und seinen Jüngern zu danken.</p>
<p>Als ich zum ersten Mal von Leuten hörte, die diesen Menschen verehrten &#8211; er soll ja so sanft und zart sein, dass er vegan lebe &#8211; hoffte ich noch: Sie wollen nur mal ausprobieren, wie weit sie gehen dürfen. Sie wollen alle diejenigen vorführen, die wieder auf den Bilogimus des beginnenden 20. Jahrhunderts reinfallen. Aber nein, auch dieses Mal ist es wie immer: Es wird immer wieder derselbe Schrott neu erfunden und jedesmal ist er ernst gemeint. Mühle! Gebetsmühle!</p>
<p>Und die Erwischten, die es merken, schreien Zeter und Mordio: Ihr habt uns doch nur missverstanden! Tja, Leute, denn drückt Euch doch jetzt bitte mal unmissverständlich aus!</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/06/die-kalkulierten-missverstandnisse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moderation oder Politik?</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/05/moderation-oder-politik/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/05/moderation-oder-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 17:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ganzheitlich]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby-Unsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=478</guid>
		<description><![CDATA[Die Zukunft suchen &#8211; aber wie? Nach allem, was man hört, hat der Meldorfer Kommunalpolitiker Horst-Walter Roth ganz schön viel in Meldorf bewegt. Jetzt fordert er die Bürgerinnen und Bürger auf, sie sollten eine Zukunftsvision für das charmante Städtchen entwickeln. Das klingt zunächst einmal gut, aber so schreibt Roth in der Gazette seiner Partei, im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zukunft suchen &#8211; aber wie?</strong><br />
<a href="http://www.freistern.de/wp-content/meldorfsschoenewinkel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-481" title="meldorfsschoenewinkel" src="http://www.freistern.de/wp-content/meldorfsschoenewinkel-150x150.jpg" alt="Meldorfs schöne Winkel" width="150" height="150" /></a>Nach allem, was man hört, hat der Meldorfer Kommunalpolitiker <a href="http://www.energiesparstadt-meldorf.de/">Horst-Walter Roth</a> ganz schön viel in Meldorf bewegt. Jetzt fordert er die Bürgerinnen und Bürger auf, sie sollten eine Zukunftsvision für das charmante Städtchen entwickeln. Das klingt zunächst einmal gut, aber so schreibt Roth in der <a href="http://www.spd-meldorf.de/photogallery.php?photo_id=52">Gazette seiner Partei, im Lotsen</a>, dieser Prozess solle von erfahrenen Moderatoren begleitet werden. Das erscheint mir befremdlich. Wir Bürger wählen unsere Kommunalpolitiker, damit sie die Geschicke unserer Gemeinschaft zu gestalten. Offenbar sind unsere Gewählten damit überfordert und beauftragen abwechselnd Gutachter, Berater oder Moderatoren. Ist das der richtige Weg?</p>
<p><strong>Warum sollen wir Politik doppelt bezahlen?</strong><br />
Wie oft kauft die Kommune, das Land, der Bund Gutachten über Gutachten, Beratung über Beratung ein und hinterher ist derselbe Zwist unter den Parteien vorhanden wie vorher, nur haben eben zwischendurch die Berater daran verdient. Beratung ist die Kunst der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eunuch">Eunuchen</a>, sagt ein böses Wort, denn die Eunuchen wüssten, wie&#8217;s geht. Moderatoren sind nicht viel besser. Sie erklären uns, dass alles, was wir wahrnehmen, subjektiv sei, und dann spielen sie uns vor, sie seien Subjekte, die sich aus dem kontroversen Prozess heraushalten könnten, den sie moderieren. So besehen sind ModeratorInnen eine Inkarnation der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quadratur_des_Kreises">Quadratur des Kreises</a>. Und wem das nicht reeicht: Das Wort moderieren bedeutet nicht nur besänftigen, sondern auch steuern und lenken. Ein Schelm, der Schlechtes dabei dächte. Wenn es das ausgeklügelte politische System nicht mehr schafft, die anstehenden Entscheidungen selbst zu moderieren, dann müssen wir uns ein besseres System überlegen. Unsere künftige Lebenswelt sollten wir besser selbst steuern und lenken als gekaufte Moderatoren und Experten.</p>
<p><strong>Experten sind meistens von gestern</strong><br />
<a href="http://www.freistern.de/wp-content/expertenwissen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-482 alignright" title="expertenwissen" src="http://www.freistern.de/wp-content/expertenwissen-150x150.jpg" alt="Expertenwissen ist meist Vergangenheit" width="150" height="150" /></a>Der Blick der Experten ist immer ein Blick aus der Vergangenheit heraus: Experten wissen nicht mehr als das, was schon mal da war. Ihnen fehlt die Neugier auf das, was ungewöhnlich ist, ihnen fehlt all das Subjektive, dass unsere Zukunft für Jung und Alt spannend machen kann. Ein Beispiel: Die <a href="http://zeitungen.boyens-medien.de/tageszeitung/meldorfer-zeitung.html">Dithmarscher Landeszeitung</a> porträtierte kürzlich eine junge Frau, die aus Dithmarschen kommt. Sie hat in Hamburg Modedesign studiert und kämpft jetzt dafür, dass fair gehandelte, ökologisch produzierte und von ihr schick designte Baumwollstoffe auf den Markt kommen. Vielleicht ist den DLZ-Leserinnen und -Lesern entgangen, dass sehr viele junge ModedesignerInnen nur noch für schicke, fair gehandelte ökofreundliche Kleidung arbeiten wollen. In Hamburg verhökern viele von ihnen das eigene ökofaire Label lieber selbst mühevoll übers Internet, als sich vom Expertenwissen der Konzerne in eine andere Richtung scheuchen zu lassen.</p>
<p><strong>Politik darf die Steilvorlagen nicht verpassen</strong><br />
<a href="http://www.freistern.de/wp-content/weitblickindiezukunft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-480" title="weitblickindiezukunft" src="http://www.freistern.de/wp-content/weitblickindiezukunft-150x150.jpg" alt="In die Zukunft nur mit Weitblick" width="150" height="150" /></a>Wahrscheinlich kann die junge Modedesignerin viel zur Zukunft Meldorfs beitragen. Sie hat eine Idee, wie die Zukunft aussehen kann, sie ist neugierig auf Neues, sie ist kreativ.  Welcher Moderator aus Hamburg oder Kiel würde diese Frau einladen und fragen: Was müsste Meldorf tun, damit Du Deine Zukunft hier vor Ort siehst? Welcher Moderator würde auf Anhieb wissen, welche Vorteile Meldorf den jungen Hamburger Kreativen bieten kann? Die Zeitung hat eine Steilvorlage für die Politik geliefert, die darf die Lokalpolitik nicht verpassen. Wie beim Modedesign kommt es bei konkreten Ideen für die Zukunft darauf an, das Wissen über die verschiedenen Stoffe mit dem Wissen über den Lebensstil und die Wünsche der Kundschaft und mit der Freude am Ausprobieren des Neuen zu verbinden. Wer solche Ideen hat, ist in Meldorf ganz schnell bekannt wie ein bunter Hund. Deshalb lautet meine Gegenthese zu Horst-Walter Roths Vorschlag: Zunächst müssen alle bunten Hunde gefunden werden, die wirtschaftlich oder gesellschaftlich in Meldorf kreativ werden wollen. Die DLZ leistet ihren dazu ihre Beiträge, die Kommune muss nur noch entscheiden, ob und wie sie die kreativen bunten Hunde fördern will.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/05/moderation-oder-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sehnsucht nach Diktatoren</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/05/sehnsucht-nach-diktatoren/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/05/sehnsucht-nach-diktatoren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 13:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstschussanlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=492</guid>
		<description><![CDATA[Ein Böblinger Polizist erklärt vor Gericht: Er habe seine Krankschreibung 2007 genutzt, um sich in Libyen fortzubilden. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung ausführlich, andere Gazetten drucken den DAPD-Bericht.  Der Polizist habe wie ein paar andere Kollegen auch auf Einladung der ostfriesischen Sicherheitsfirma BDB Protection (inzwischen insolvent) dort zuschauen dürfen, wie Soldaten der libyschen Diktatur den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Böblinger Polizist erklärt vor Gericht: Er habe seine Krankschreibung 2007 genutzt, um sich in Libyen fortzubilden. Das berichtet die <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.polizisten-urteil-geldstrafe-fuer-schiesstrainings-in-gaddafis-land.eb633ffc-d64f-461b-a229-8bc1e37701ee.html">Süddeutsche Zeitung ausführlich</a>, andere Gazetten drucken den DAPD-Bericht.  Der Polizist habe wie ein paar andere Kollegen auch auf Einladung der ostfriesischen Sicherheitsfirma BDB Protection (inzwischen insolvent) dort zuschauen dürfen, wie Soldaten der libyschen Diktatur den Häuserkampf üben. Auch hat er über 400 Schuss Munition in seinem Spind gehortet. Der Polizist, der nicht mit Namen genannt wird, hat sicherlich auch für diese kriminelle Handlung eine schicke Räuberpistole parat haben. Wo man so dreist wie geschickt lügen lernte? Der 44jährige Mann lernte Terrorabwehr bei der Nationalen Volksarmee der DDR und siedelte mit dem Beitritt der DDR zum Sondereinsatzkommando des freien Westens über.</p>
<p>Haben wir gerade von Stas-IM Swantje gelernt, dass der Zweck (&#8220;Weltfrieden&#8221;) jegliches Mittel geheiligt habe und die Opfer der DDR-Staatssicherheit sozusagen ein Kollateralschaden der guten Sache waren, so müssen wir uns in diesem Fall des NVA-Veteranen eines anderen belehren lassen. Offensichtlich ging es den Weltfriedenskämpfern der NVA nicht um das Ziel, sondern nur um die Anwendung der Mittel: möglichst hinterhältig feige im Stil und brutal in der Sache, für wen ist egal, Hauptsache er zahlt.<br />
Aber vielleicht ist die Sache ja noch viel viel einfacher. Wenn Armeen erst einmal Spezialkampfroboter ausgebildet haben, wollen die auch spezialkämpfen. Wenn Geheimdienste erst einmal ein Lügenroboter ausgebildet haben, wollen die auch lügen. Oder gibt es eine Sehnsucht nach Diktaturen? Das klingt wohl doch ein bisschen gruselig.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/05/sehnsucht-nach-diktatoren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Dekadenz der Spitzel</title>
		<link>http://www.freistern.de/2011/04/spitzelsdekadenz/</link>
		<comments>http://www.freistern.de/2011/04/spitzelsdekadenz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 07:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[MfS]]></category>
		<category><![CDATA[Staatssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freistern.de/?p=457</guid>
		<description><![CDATA[Es war still im Kurs, gelacht wurde nur in Ausnahmefällen. Die Trainerin kündete monoton: &#8220;Lächeln Sie, begegnen Sie Ihrem Publikum immer mit einem gewinnenden Lächeln.&#8221; Die Einzige, die diesen Wunsch des Publikums nicht erfüllte, war die Trainerin selbst. Doch das kannte ich schon, genau so still war es auch, wenn Heinz D. Stuckmann vor der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war still im Kurs, gelacht wurde nur in Ausnahmefällen. Die Trainerin kündete monoton: &#8220;Lächeln Sie, begegnen Sie Ihrem Publikum immer mit einem gewinnenden Lächeln.&#8221; Die Einzige, die diesen Wunsch des Publikums nicht erfüllte, war die Trainerin selbst. Doch das kannte ich schon, genau so still war es auch, wenn Heinz D. Stuckmann vor der Gruppe saß. Heinz D. Stuckmann war Direktor der Kölner Journalistenschule, dort lernte ich 1986 Nachrichten zu schreiben. Was wir damals noch nicht wussten: Stuckmann war als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der sogenannten Staatssicherheit der DDR tätig, um unter dem Decknamen IM Dietrich Leute für die Unterdrückngsmaschine Stasi anzuwerben. Unsere Gruppe widerstand seinem Ansinnen, wir wollten ihn nicht als Lehrer haben, wir wollten andere Lehrer. </p>
<p><strong>Die Legende als Wahrheit</strong><br />
Jetzt im April 2011 servierte mir die Firma FITS Job Konzepte GmbH, Hamburg, wieder eine IM, eine Inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi, IM Swantje. Ende der 70er spionierte sie in der DDR, seit den 80er Jahren im Westen. <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=4383648/property=download/nid=660174/1xsrdgp/swr2-leben-20090218.pdf">(Beleg: SWR 2009)</a> Was genau ihre Aufgabe im Westen war, wissen wir nicht, sie hatte nach eigenen Angaben den Weltfrieden im Visier. Man weiß nur eines: Stasileute haben alle Informationen über die Personen in ihrem Umfeld aufgezeichnet und an ihre Führung berichtet. Persönliche Schwächen, Ängste oder Mängel dieser Personen waren für die Geheimdienste besonders spannend, denn jede Angst, jede Schwäche, jeder Mangel macht einen Menschen erpressbar. IM Swantje hat im Jahr 2011 folgende Aufgaben: Unterrichten, wie man bei Bewerbungen mit der eigenen Biografie umgehen solle, und einen Bericht über jede Person an die Agentur für Arbeit schreiben. Auch im Jahr 2011 präsentierte sie sich ihren Kontaktpersonen m Kurs mit derselben Legende, mit der die Stasi IM Swantje einst in den Westen einschleuste. Glaubwürdig? Geschönt? Oder verlogen? Wie man sich präsentiert, so lebt man. Erst das Googeln im Internet gab uns KursteilnehmerInnen ihren wirklich Auftrag preis: im Westen für die Ideologie des DDR-Staates zu agitieren, für Erich Mielke zu spionieren oder Agenten anzuwerben. </p>
<p><strong>Konsumieren für den Weltfrieden</strong><br />
Es ist völlig egal, ob man die Memoiren des IM Dietrich liest (<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/politischeliteratur/505504/">Rezension Deutschlandradio</a>), Archivaufnahmen des Chefkommentators des DDR-Fernsehens ansieht, oder IM Swantjes Rechtfertigung im Jahr 2011 anhören musste: Sie stellen sich als Opfer des kapitalistischen Klassenfeinds dar, ja sogar als Botschafter des Weltfriedens; die Verbrechen der Stasi werden zum Kollateralschaden der notwendigen Entwicklung der Weltgeschichte, und die miefige DDR betrachten sie als das bessere Deutschland. Und alle drei haben eines gemeinsam: Sie waren den Verführungen des Westens verfallen. Der Chefkommentator pflegte zum Shopping nach Westberlin zu reisen, IM Dietrich fuhr mit seinem schwarzen Porsche über sein herrschaftliches Gut Schillingsrott und IM Swantje fiel schon im ersten West-Job wegen ihrer teuren Klamotten auf. Dreimal dieselbe Dekadenz, dieselbe Rhethorik, dasselbe Gejammer. Kann mich jemand verstehen, dass ich diese feige und doppelbödige Stasibande nirgendwo ertragen mag? </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freistern.de/2011/04/spitzelsdekadenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

